28.11.2011

Bochumer CDU-Ratsfraktion als Lobbyist für Opel/GM-Konzern

Zwei Bochumer Opel-Werke in Frage gestellt und Vermarktung der Produktionsflächen beantragt

Während der jüngsten Ratssitzung versuchte die CDU-Fraktion sich zum öffentlichen Fürsprecher für die Interessen des Opel/GM-Konzerns zu machen. Unter der demagogischen Überschrift „Zukunftschancen für Opel und Bochum sichern“ stellte sie den Antrag (Vorlagen-Nr. 20112433), dass die Stadt Bochum mit der Opel AG über den Erwerb von Betriebsflächen verhandeln und bei der Landesregierung entsprechende finanzielle Mittel beantragen soll. Insbesondere spricht sich die CDU in ihrem Antrag dafür aus, weitere Kostenentlastungen und finanzielle Vorteile für den OPEL/GM-Konzern aus Steuermitteln zu finanzieren. Wie eng Unternehmerverbände und die Bochumer CDU Hand in Hand zusammenarbeiten zeigt sich daran, dass erst kürzlich der Bochumer Werksleiter, Manfred Gellrich bei einer IHK-Veranstaltung zwei der drei Werke in Frage gestellt hat und „Land und Kommune“ aufforderte, für die Produktionsflächen „neue Nutzungsmöglichkeiten“ zu suchen.

In der Ratssitzung kam es daraufhin zu einer heftigen Debatte. Redner der SPD, Sozialen Liste, u. a. wiesen das Ansinnen energisch zurück. Der Ratssprecher der Sozialen Liste, Günter Gleising eröffnete die Debatte und sprach davon, dass eine Annahme des Antrages katastrophale Folgen für den Bochumer Standort hätte, dies „völlig falsche Signale sende“ und der Rat der Stadt Bochum der Belegschaft in den Rücken falle. Der frühere Opel-Betriebsrat und jetziges SPD-Ratsmitglied, Klaus Hemmerling, erläuterte die Bemühungen, gerade für das Komponenten-Werk in Langendreer die Getriebe- und Achsfertigung langfristig zu sichern, und sagte: „Die CDU wolle das Haus abbrechen, während die Menschen noch drin wohnen“. SPD-Fraktionsvorsitzender, Dieter Fleskes, nannte den CDU-Antrag eine „IHK-Auftragsarbeit“. Der Antrag wurde schließlich mit den Stimmen von SPD, Grünen, Linken und Sozialer Liste abgelehnt.

Das Verhalten der CDU und ihr Antrag gerade in einer Zeit, in der die OPEL-Beschäftigten und ihre Interessenvertreter um eine Stärkung der Bochumer Werke und um neue längerfristige Produktionszusagen kämpfen, ist mehr als skandalös. Es zeigt wie Unternehmerverbände und die Bochumer CDU Hand in Hand als Lobbyisten tätig werden. Schon 2006 hatten Grundstücksfragen im Zusammenhang mit OPEL im Bochumer Rat eine Debatte ausgelöst, in der die Soziale Liste auf die jahrzehntelange subventionierte OPEL AG hinwies (jW 15.11.2006).
 

26.11.2011

Trauer um Klaus Kunold

Klaus Kunold

Die Soziale Liste Bochum trauert um Klaus Kunold, der am 26.11.2011, im Alter von 79 Jahren gestorben ist. Bochum verliert eine herausragende Persönlichkeit, ein Vorbild für die Jugend.

Als Vorsitzender der VVN - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten hat er sein Wissen über den Faschismus und Neonazismus an uns Jüngere weitergegeben, hat über Widerstand und Verfolgung, gesprochen. Dabei hat Klaus Kunold auch immer auf die sozialen und politischen Hintergründe hingewiesen. Ob als Redner auf einer unserer Veranstaltungen oder auf Kundgebungen wie z. B. bei der Montagsdemo, Klaus hat unseren Verstand und unser Herz erreicht. Wir sind traurig und werden ihn vermissen.
 

25.11.2011

Soziale Liste zur 19. Ratssitzung:

Erbitterte Diskussion um die Zukunft der Bochumer
Opel-Werke

Der Versuch, der CDU-Fraktion, den Rat der Stadt Bochum zum Fürsprecher für die Interessen des Opel/GM-Konzerns zu machen, ist kläglich gescheitert. Vor dem Hintergrund, dass der Bochumer Werksleiter Manfred Gellrich, kürzlich bei einer IHK-Veranstaltung 2 der 3 Werke in Frage gestellt hat und „Land und Kommune“ aufforderte, für die Produktionsflächen „neue Nutzungsmöglichkeiten“ zu suchen (Pressenotiz Nr. 68 der IHK Mittleres Ruhrgebiet vom 27.9.2011), hatte die CDU zur 19. Ratssitzung am 24. November einen entsprechenden Antrag (Vorlagen Nr. 20112433) gestellt und die Stadt Bochum zu Grundstücksverhandlungen aufgefordert.

In der Ratssitzung kam es daraufhin zu einer heftigen, auch emotionalen Debatte. Redner der SPD , Sozialen Liste, u. a. wiesen das Ansinnen zurück. Der Ratssprecher der Sozialen Liste, Günter Gleising eröffnete die Debatte und sprach davon, dass eine Annahme des Antrages katastrophale Folgen für den Bochumer Strandort hätte, dies „völlig falsche Signale sende“ und der Rat der Stadt Bochum der Belegschaft in den Rücken falle. Der frühere Opel-Betriebsrat und jetziges SPD-Ratsmitglied, Klaus Hemmerling, erläuterte die Bemühungen, gerade für das Komponenten-Werk in Langendreer, die Getriebe- und Achsfertigung langfristig zu sichern, und sagte: „Die CDU wolle das Haus abbrechen, während die Menschen noch drin wohnen“. SPD-Fraktionsvorsitzender, Dieter Fleskes, nannte den CDU-Antrag eine „IHK-Auftragsarbeit“.

Der Antrag wurde schließlich mit den Stimmen von SPD, Grünen, Linken und der Sozialen Liste abgelehnt. Damit erledigte sich auch der von Uwe Vorberg, Fraktionsvorsitzender der Linken, gemachte Vorschlag, den Antrag in den Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Stadtentwicklung, zu überweisen.

Die Soziale Liste im Rat sieht in dem Antrag und Verhalten der CDU die offene Vertretung der Interessen des Opel/GM-Konzerns zu Lasten der Opel-Belegschaft und der Bochumer Bürgerinnen und Bürger. Dies ist umso schädlicher, da gerade in diesen Tagen wieder die Bochumer Beschäftigten und ihre Interessenvertreter um eine Stärkung der Bochumer Werke und um neue längerfristige Produktionszusagen kämpfen.

In der Ratssitzung lehnten die Soziale Liste und die Linksfraktion die drastischen Entgelterhöhungen bei der Stadtbücherei ab und sprachen sich für den Abschluss eines Tarifvertrages statt „Überleitungsvertrages“ bei der in Gründung befindlichen GmbH für die Altenheime aus.

Die Soziale Liste stellte außerdem die folgenden Anfragen:

  • Betreuung der unter Dreijährigen
  • Baumfällungen auf dem Husemannplatz
  • Pietätloser Umgang mit Denkmälern während des Weihnachtsmarktes
     

23.11.2011

Pietätloser Umgang mit Denkmälern während des Weihnachtsmarktes

Auch in diesem Jahr ist ein erschreckender pietätloser Umgang mit den Denkmälern und den Erinnerungszeichen gegen den Krieg und Faschismus während des Weihnachtsmarktes festzustellen. Die „Trauernde Mutter“ und die Gedenktafel zur Erinnerung an die Bombenopfer vom 4. November 1944 wurden von einem Stand einschließlich Sitzgruppe umbaut und die dort liegenden Kränze den Füßen preisgegeben. Das Mosaik etwas westlich von dem Denkmal wurde mit einer Bude völlig überbaut und zum Bestandteil des Verkaufsraumes umfunktioniert. Die künstlerische Arbeit einer Bochumer Kindergruppe, anlässlich des evangelischen Kirchentages 1991 gefertigt droht die Zerstörung. Ebenso sind die Gedenkstätten an die Pogromnacht und die Verfolgung der Juden schutzlos dem Besucheransturm in der Glühweingasse ausgesetzt. Das gleiche Bild an der Gedenktafel am Gebäude der früheren BfG Bank und in der Mitte des Dr. Ruer Platzes.
 

22.11.2011

Soziale Liste sieht Kulturabbau:

Drastische Preiserhöhungen bei der Stadtbücherei geplant

In der Ratssitzung am Donnerstag, 24.11.2011, will der Rat der Stadt Bochum drastische Erhöhungen der Entgelte bei der Stadtbücherei beschließen (siehe Vorlage-Nr. 20112058). So sollen die BenutzerInnen-Ausweise für Erwachsene von 18 auf 30 Euro erhöht werden. Die Familienausweise von 20 auf 34 Euro. Auch die ermäßigten Ausweise, Tagesausweise und die Gebühren für Säumnisentgelte sollen deutlich steigen.

Der Verzicht auf Gebühren für BenutzerInnen-Ausweise von Kindern unter 11 Jahren wird zwar als soziales Mäntelchen verkauft, ist aber in Wirklichkeit Augenwischerei, da für diesen (kleinen) Personenkreis zumeist der Familienausweis relevant ist. Das kommunale Wahlbündnis befürchtet, dass diese Maßnahmen nicht dazu führen, mehr Einnahmen zu erzielen, sondern zum KundInnenschwund führen wird. „Befremdlich ist auch“, so Nuray Boyraz, Ratsfrau der Sozialen Liste, „dass der Ausschuss für Kultur und Sport bereits diesen Erhöhungen zugestimmt hat.“

Die Soziale Liste sieht vor allen Dingen in der exorbitanten Erhöhung der BenutzerInnen-Ausweise eine Maßnahme, die allen Bemühungen zur Verstärkung des Engagements für Bildung und Kultur widerstrebt.

„Einerseits werden krampfhafte Bemühungen und Verrenkungen unternommen, um die Option für das Prestigeobjekt Konzerthaus aufrecht erhalten zu können, andererseits wird der Zugang zu Kultur und Bildung von breiten Schichten der Bochumer Bürgerschaft drastisch eingeschränkt und verschlechtert“, so Nuray Boyraz.
 

21.11.2011

Weitere Fragen im Zusammenhang mit den Grundstücken altes und neues Justizzentrum

Wir betrachten unsere Anfrage (Vorlagen-Nr. 20110738) vom 07.04.2011 als nicht beantwortet.

Es geht uns insbesondere um die Fragen:

  1. Warum ist für das Gelände am Ostring das Umlegeverfahren gewählt worden? Was besagt in diesem Fall das Umlegeverfahren?
  2. Welche Alternativen hätte es gegeben (Grundstückstausch)?
  3. Welche finanziellen Auswirkungen (Einnahmen) hat die Umlegung der Grundstücke am Ostring für die Stadt Bochum?
  4. Aus der Umlegungskarte vom Gelände am Ostring gehen nur die Eigentumsverhältnisse nach der Umlegung hervor. Wir aber möchten wissen, wie die Eigentumsverhältnisse vor dem Umlegungsverfahren (etwa 2008) waren.

Der Hintergrund unserer Fragen beinhaltet das Problem des Umgangs und der Verfügbarkeit über das Grundstück am Justizgelände. Es geht um die Frage, ob durch die gewählte Verfahrensweise das Land NRW (BLB) gegenüber der Stadt Bochum einen Vorteil erzielt hat, weil die Pläne des Landes am Ostring günstig zu verwirklichen sind, die Stadt Bochum aber beim Justizgelände kaum noch Einflussmöglichkeiten auf den Verkauf und die Höhe des Grundstückspreises hat.

Und verweisen hier auf unsere Pressemitteilung vom 09.11.2011.

 

Anfrage Toom-Markt im UniCenter Querenburg

Die Soziale Liste im Rat hat zur Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur und Stadtentwicklung am 23.11.2011 folgende Anfrage gestellt:

Nach uns vorliegenden Informationen soll der Toom-Markt im UniCenter Querenburg mit dem Tagesende vom 19. November geschlossen werden. Der Einkaufsmarkt ist der wichtigste und größte Mieter im Einkaufscentrum Querenburg. Der Markt gehört nach dem Masterplan Einzelhandel zu den dortigen Magnetbetrieben und ist für die Versorgung der dortigen Bevölkerung unverzichtbar.

Wir fragen an:

  1. Kann die Verwaltung in der o. g. Sitzung einen Sachstandsbericht geben?
  2. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, dass eine lange Leerstandszeit verhindert wird?
  3. Welche Perspektiven sieht die Verwaltung insgesamt für das im Hinblick auch auf die Ruhr Universität Bochum wichtige UniCenter Querenburg?
     

18.11.2011

Soziale Liste zum Cross-Border-Geschäft:

42 Mio. Garantieerklärung bringt die Stadt Bochum in Schwierigkeiten

Die Soziale Liste im Rat widerspricht Stadtkämmerer Dr. Busch, der vor wenigen Tagen in einer Mitteilung der Verwaltung (Vorlagen-Nr. 20112505) erklärte hatte, dass er nur sehr geringe Risiken bei der Restabwicklung des Cross-Border-Leasing-Geschäftes, dem sogenannten B-Loop, sieht. Die Entwicklung bei der Bayrischen Landesbank hat die Lage jedoch deutlich verschärft. Durch hohe Verluste der Bayern LB und die dramatische Herabstufung dieser Bank durch Ratingagenturen ergeben sich für die Stadt Bochum jedoch sehr wohl hohe Risiken. Dies, weil die Stadt Bochum noch immer mit einer Garantieerklärung gegenüber der ebenfalls kriselnden West LB für einen Kredit mit einem Volumen von 42 Mio. Euro im Rahmen dieses B-Loops haftet.

Die Stadt Bochum, die in der Vergangenheit immer wieder den Eindruck erweckte, dass CBL-Geschäft sei beendet, wird nun von der aktuellen Entwicklungen der Finanzkrise eingeholt. Sowohl die West LB als auch die Bayern LB sind in besonderem Maße hiervon betroffen. „Es zeigt sich erneut, mit welch hohen Risiken das sittenwidrige Scheingeschäft CBL behaftet war und ist“, so Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste. Die Soziale Liste hatte schon am 01.04.2009 und später auf die Probleme und Risiken hingewiesen. „Die Bochumer Öffentlichkeit wartet bis zum heutigen Tag auf eine Entschuldigung und das öffentliche Eingeständnis, dass das CBL-Geschäft falsch war und ist und nie hätte abgeschlossen werden dürfen!“, sagt Günter Gleising.
 

15.11.2011

Die Soziale Liste Bochum unterstützt den Bildungsstreik am Donnerstag, 17.11.2011, 9:30 Uhr, Treffpunkt Bochum Hauptbahnhof und ruft zur Teilnahme auf.

Gerade in Zeiten in denen eine soziale und kulturelle Eiszeit droht, sind die Proteste der SchülerInnen, Auszubildenden und StudentInnen von hoher sozialer und politischer Bedeutung. Der Kampf gegen die Verschlechterungen der Lehr- und Lernbedingungen an Schulen und Universitäten, gegen die immer größere Einflussnahme von Konzernen und Unternehmensvertretern auf Bildungspolitik und auch direkt auf Schulen und Universitäten ist ein gerechter Kampf. Wie wichtig kapitalunabhängige Forschung und Lehre sind, zeigt die gegenwärtige Wirtschafts- und Finanzkrise in besonderer Weise.

Im Artikel 5 (3) des Grundgesetzes wird die "Freiheit von Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre" erklärt. Wie demokratisch und frei aber sind Wissenschaft, Forschung und Lehre, wenn die Höhe des Einkommens über die Möglichkeit des Besuchs der Schulform bis hin zum Studium entscheidet?

„Schul- und Bildungspolitik darf nicht unter kapitalistischen Verwertungsbedingungen stattfinden. Bildung ist ein Menschenrecht und keine Ware“, fordert die Soziale Liste.
 

14.11.2011

Den neonazistischen Sumpf in Bochum trocken legen!

Soziale Liste:
Verharmlosung stoppen!

Angesichts des derzeit bekannt werdenden dramatischen Ausmaßes des neonazistischen Terrors und seiner Hintergründe ist eine Abkehr von der Verharmlosung des Neonazismus notwendig. Von den Polizei- und den Justizbehörden ist ein verstärktes vorgehen gegen den Naziterror und eine verstärkte Fahndung nach den Tätern auch in Bochum notwendig. Die Soziale Liste fordert auch die Überprüfung der jüngsten Bochumer Brandanschläge und Gewalttaten auf einen möglichen rechtsextremen Hintergrund.

Die Fehlentwicklung, die es in diesem Zusammenhang auch in Bochum gibt, zeigt sich in dem völlig überflüssigen Polizeieinsatz gegen die Occupy-Initiative am vergangenen Freitag am Schauspielhaus. Stattdessen sollten die Ressourcen und Kräfte der Polizei- und Justizbehörden genutzt werden, um den neonazistischen Sumpf in Bochum trocken zu legen, fordert die Soziale Liste.
 

09.11.2011

Wurde die Stadt über den Tisch gezogen?

Geld- und Machtpoker um das Justizgelände

Die Soziale Liste hat in der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Infrastruktur und Stadtentwicklung die Verhandlungsstrategie und Handlungsweise der Stadt Bochum in Sachen Grundstücke altes und neues Justizgelände scharf kritisiert. Während die Stadt Bochum das städtische Gelände am Ostring (früheres Gymnasium) dem Land NRW (Bau-und Liegenschaftsbetrieb - BLB) offensichtlich zu günstigsten Konditionen im „Umlegungsverfahren“ übertragen hat oder will, soll das Gelände an der Viktoriastraße mit den zu räumenden Justizbehörden nach rein „wirtschaftlichen“ Gesichtspunkten vom BLB vermarktet werden. Der Ratssprecher der Sozialen Liste, Günter Gleising, sagte in der Sitzung: „Hier hat sich die Stadt wohl über den Tisch ziehen lassen“. Dies umso mehr, so Gleising, da die Stadt Bochum für den beabsichtigten Umzug erhebliche Vorleistungen erbracht hat. Das jetzt im Ausschuss vorgefundene Ergebnis besagt, dass letztendlich der BLB über die Entwicklung der Innenstadt entscheidet, weil diese das Grundstück für mehr als 20 Millionen Euro veräußern will.

In diesem Zusammenhang kritisierte Günter Gleising in der Sitzung des Ausschusses die Verwaltung auch, weil eine von der Sozialen Liste am 07.04.2011 gestellte Anfrage zu den Grundstücken „bis zum heutigen Tage nicht beantwortet worden ist“.

Die Soziale Liste Bochum hatte sich auf ihrer letzten Versammlung für den Erhalt des Husemannplatzes als Verweil- und Ruheraum ausgesprochen. Im Rahmen der Planungen für die Innenstadt dürfe auch keine teilweise Überbauung erfolgen. „Der Platz ist für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt unverzichtbar“, so das Votum.
 

04.11.2011

Versammlung der Sozialen Liste

Einkaufscenter in der Diskussion

Zu ihrer nächsten Versammlung lädt die Soziale Liste Bochum ein. Sie findet am Montag, den 07. November 2011, um 19.00 Uhr in der Gaststätte „Kartenhaus“, Griesenbruchstr. 7, statt. Auf der Tagesordnung steht neben der Arbeitsplanung für die nächsten Monate, die Information und Diskussion der Pläne zur Bebauung der Innenstadt (Einzelhandels und Dienstleistungsquartier an der Viktoriastraße). Wie immer sind interessierte Bochumer Bürgerinnen und Bürger herzlich willkommen.

Die Beschlussvorlage (Nr. 20111832, Anlage 1, Anlage 2, Anlage 3) „Einzelhandels und Dienstleistungsquartier an der Viktoriastraße – Grundsatzbeschluss zum Bieterverfahren mit städtebaulicher Konzeption“, die in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss beschlossen werden soll, ist hier einsehbar.
 

Husemannplatz:

Bäume dem Weihnachtsmarkt geopfert?

Einige empörte Bürgerinnen und Bürger haben sich an die Soziale Liste gewandt und die Baumfällungen auf dem Husemannplatz kritisiert. Dort sind offensichtlich vor kurzem vier Bäume gefällt und die Baumscheiben mit Splitt abgedeckt worden. Derzeit werden in dem Bereich Buden für den Weihnachtsmarkt aufgestellt. „Es entsteht der Eindruck, das die Bäume den Weihnachtsbuden zum Opfer gefallen sind“, erklärt Nuray Boyraz, Ratsfrau der Sozialen Liste. Die Soziale Liste will sich des Themas annehmen und die Hintergründe bei der Verwaltung erfragen. Das verschwinden der vier Bäume kann jedenfalls nicht akzeptiert werden. Deshalb sind dort neue Anpflanzungen vorzunehmen, fordert die Soziale Liste.
 

02.11.2011

Private Firma als Spürhund?

Soziale Liste kritisiert Auftragsvergabe an privates Dienstleistungsunternehmen

Die Soziale Liste im Rat kritisiert die Beauftragung der privaten Firma adler-komunalservice GmbH mit der Hundebestandsaufnahme durch die Stadt Bochum. Nach vorliegenden Informationen suchen MitarbeiterInnen des Unternehmens derzeit alle Wohngebiete und Haushalte in Bochum auf. Diese führen dann Ermittlungen durch, um den Bestand an Hunden zu ermitteln. Außerdem werden die Haushalte und HausbewohnerInnen befragt, Erkenntnisse an die Verwaltung übermittelt, sowie von der Stadt Bochum vorgefertigte Briefe weitergeleitet.

Aus mehreren Gründen findet die Soziale Liste die Beauftragung einer privaten Firma mit einer derartigen Aufgabe problematisch. Das kommunale Wahlbündnis sieht vor allem datenrechtliche Probleme und Möglichkeiten des Missbrauchs. Vor dem Hintergrund, das sich diese Firma nach eigenen Angaben auf die Hundebestandsaufnahmen bundesweit spezialisiert hat, fragt die Soziale Liste: „Wie schließt die Stadt Bochum die Möglichkeit aus, dass gewonnene Erkenntnisse und Daten nicht zu anderen Zwecken (Adressenverkauf an Werbefirmen) missbraucht werden?“

Des Weiteren sehen wir vor dem Hintergrund des bisher durchgeführten und weiter geplanten drastischen Personalabbaus bei der Stadt Bochum (1.000 Arbeitsplätze sollen in 10 Jahren abgebaut werden) eine Verschiebung und Privatisierung von öffentlichen Arbeitsvolumen. „Wir fragen uns“, so Nuray Boyraz, Ratsfrau der Sozialen Liste, „ob hierdurch nicht Personalabbau gefördert wird, private Dienstleistungsbetriebe gestärkt werden und ein Beitrag zu Dumpinglöhnen geleistet wird?“

Wir dokumentieren die Anfrage der Sozialen Liste:

Wir fragen an:

  1. Aus welchen Gründen hat die Stadt Bochum die Ermittlung der Hundesbestandserhebung nicht mit eigenen Kräften durchgeführt, sondern ein privates Unternehmen beauftragt?
  2. Welche Daten sind der privaten Firma zur Verfügung gestellt worden und wie wird ein Missbrauch der vorhandenen und erhobenen Daten ausgeschlossen?
  3. In der Öffentlichkeit wird bereits ein fehlerhaftes Umgehen bei der Bestandserhebung sowie bei der Weitergabe von Ermittlungsdaten diskutiert bzw. kritisiert. Wie viele derartige und strittige Fälle sind der Stadt Bochum bekannt?
  4. Vor dem Hintergrund, das sich diese Firma nach eigenen Angaben auf die Hundebestandsaufnahmen bundesweit spezialisiert hat, fragen wir:
    Wie schließt die Stadt Bochum die Möglichkeit aus, dass gewonnene Erkenntnisse und Daten nicht zu anderen Zwecken (Adressenverkauf an Werbefirmen) missbraucht werden?
  5. Auf welche Höhe belaufen sich die Kosten für die Stadt Bochum, die durch die Beauftragung der Firma adler-Kommunalservice entstehen?
  6. Seit wann beauftragt die Stadt Bochum private Unternehmen mit Tätigkeiten die früher von Beschäftigten der Stadt Bochum durchgeführt worden sind?
  7. Kann die Stadt Bochum für den Zeitraum der letzten drei Jahre mitteilen, auf welchen Gebieten und mit welchem Umfang derartige Firmen Aufträge erhalten haben und wie hoch die Kosten hierfür waren?